Fraktale sind nur ein Name, hinter denen sich komplexe Formeln, sogenannte Iterationen, verbergen.
Mit diesen Formeln werden immer wieder in einer Schleife Werte berechnet und damit verfeinert. Daher auch der Name.
Als erster veröffentlichte 1918 Gaston Maurice Julia (französischer Mathematiker 1893 - 1978) mit seinem Artikel Grundlagen zur den später berühmt gewordenen fraktalen gebilden.
Die Julia-Mengen wurden geboren.
Durch Kriegswirren und andere Umstände gerieten jedoch diese Formelwerke in leichte Vergessenheit, bis Benoît Mandelbrot (in Frankreich lebender polnischer Mathematiker (geb. 1924) diese Theorien wieder aufgriff und als erster die Ergebnisse dieser Formeln grafisch darstellte. Allerdings erst recht spät in 1970, aber dann auch schon auf einem Computer.
Die chaotischen Bilder waren geboren.
Dabei entstand zunächst das "Ur"-Bild, das so genannte "Apfelmännchen", daß wie ein aus Apfeln hergestelltes, liegendes Männchen, ausschaut.
Durch die Iteration war und ist es zudem theoretisch unendlich vergrösserbar und überall erfährt diese Grafik eine Wiederholung der ursprünglichen Form.
Das macht es für Wissenschafter dann auch so interessant.
Die Chaostheorien nahmen nun mit und parallel zu diesen beiden Wissenschaftlern ihren Lauf.
Mandelbrot schaffte es, mit der Visualisierung der komplexen Zahlenmengen, die Formeln interessant zu machen.
Auch heute begegnen uns immer wieder fraktale Formen in allen Ausprägungen in unsersem Leben.
Sei es durch gezielt mit fraktalen Mustern verzierte Gegenstände oder Bilder sowie auch Formen diverser Dinge.
Hier auf OXPUS.net soll diesen Theorien nun auch ein Platz eingeräumt werden, da die Berechnungs-Ergebnisse zu immer wieder interessanten und/oder schönen Formen führen.
Aber auch das Hintergrundwissen soll nicht zu kurz kommen, um zu verstehen, warum eben genau diese Grafiken entstehen, wenn diese oder jede Formel angewendet wird.
Es wird daher spannend, wenngleich die trockende Theorie wirklich sehr trocken ist...
